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1st LoveCopyright 1996 Wilhelm Meyerhoff
Mist zu dichten fällt nicht schwer,
doch Seriöses um so mehr.Im folgenden versuch' ich's wieder,
über die Liebe, doch sehr bieder:Im zarten Jugendalter schon,
hörst Du im Innern einen Ton.Er erinnert an ein Stöhnen,
er flüstert: „Tu der Liebe fröhnen!”Doch weißt Du nicht, was das denn heißt,
verzweifelt Du in'n Finger beißt.Gewiß ahnst Du wohl dies und das,
manchmal ist auch die Hose naß,doch voll gepackt hat's Dich noch nicht,
so bist Du noch ein armer Wicht.Doch eines guten Tages dann,
bist auch Du mal richtig dran.Das andere Geschlecht sahst Du,
nachts kriegst Du keine Augen zu.Dein Herz schlägt schneller, sprech' sie an.
Blutdruck im Keller? Tu es, Mann!Du bist doch sonst das Großgenie,
doch nun hast Du nur weiche Knie.So wird das nichts, reiß' Dich zusammen,
laß spüren Deine Liebesflammen!Gelingt es Dir, hast Du Erfolg,
so fühlst Du Dich wie auf 'ner Wolk'.Doch denke dran, von selbst läuft wenig,
sei ein Partner, dann bist Du König.Gleichberechtigung muß sein,
dann läuft die Liebe auch sehr fein.Natürlich ist noch mehr dabei,
als nur das Gleichheitseinerlei.Die Liebe läßt sich schwer erklären,
die mußt Du wirklich selber spüren.Fast jeder hat sie schon erfahren
und wird mit guten Tips nicht sparen.Doch mach' Dir lieber selbst ein Bild,
dann weißt Du's selbst, bist Du mal wild.Die Gedanken komm'n zum Ende,
denn dieses Thema füllt schon Bände.Lese nach, probiere weiter,
und vor allem, bleibe heiter!
Variationen der StilleJohann Wolfgang von Goethe
Copyright 1994 Wilhelm Meyerhoff
Tiefe Stille herrscht im Wasser,
ohne Regung ruht das Meer,
und bekümmert sieht der Schiffer
glatte Fläche ringsumher.
Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In der ungeheuren Weite
reget keine Welle sich.Tiefe Regung herrscht im Wasser,
ohne Stille ruht das Meer,
und bekümmert sieht die Fläche
glatte Schiffer ringsumher.
Keine Still' von keiner Seite!
Todeslüfte fürchterlich!
In der regelosen Weite
ungeheuer ... keine Welle nich'.Stille Regung herrscht im Wasser,
ohne Tiefe ruht das Meer,
glatte Schiffer sieht die Fläche
unbekümmert ringsumher.
Todesstill' von keiner Seite!
Keine Luft ... fürchterlich!
In der sich wellenden Weite
Ungeheuer regen sich.Stille Regung herrscht in der Tiefe,
ohne Wasser ruht das Meer,
der flache Schiffer gerne schliefe ...
glatt unbekümmert, ringsumher.
Furchtbare Still' von keiner Seite!
Todesluft, nicht nur für Dich!
In der sich regenden Weite
wellen Ungeheuer sich.Tief herrscht Stille in der Regung,
das Wasser ruhet in dem Meer,
der Schiffer schläft ohne Bewegung
flach und glatt umher.
Furchtbare Seiten aus der Stille!
Luft des Todes ... auch für Dich!
Ungeheuer ohne Wellen
regen in der Weite sich.Tief herrscht Regung in der Stille,
die Ruhe wassert ohne Meer,
der Schlaf bewegt der Schiffe ville,
glatt und flach umher.
Seitlich ist der Furchtes Stille!
Tote Luft für Dich und mich!
Regen in der Wellen Weite,
das ist ungeheuerlich.Tief regt sich in der Stille Nässe,
Ruhe, Wasser und das Meer,
flach schläft der Schiffer in der Messe,
der Schnarch fliegt glatt im Raum umher.
Still ist es in der Furche Seite.
Die Luft ist tot und rührt sich nicht!
Es regnet in der weiten Weite,
die Wellen ... ungeheuerlich.
Copyright 1995 Wilhelm Meyerhoff
Nach der bekannten Melodei: Oh Tannenbaum
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, wie rot ist deine Soße?
Du schmeckst nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter, wenn es schneit,
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, wie rot ist deine Soße?
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, dein Duft soll mich erfreuen.
Erfreut sind alle Würstchen-Fans, wenn drin im Grill das Feuer brennt,
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, dein Duft soll mich erfreuen.
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, wie schmeckt denn heut' dein Pulver?
Es muß ganz golden sein und scharf, dann spürt man's später schön am Arsch,
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, wie schmeckt denn heut' dein Pulver?
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, du machst mich ganz verrückt.
Beim Essen werde ich verzückt, es gibt kaum was, das mehr beglückt,
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, du machst mich ganz verrückt.
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, ich halt' es nicht mehr aus.
Ich träume fast nur noch von dir, doch wer träumt dann wohl noch von mir?
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, ich halt' es nicht mehr aus.
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, hoffentlich gibt's dich immer.
Die Welt wär' leer ganz ohne dich, es gäbe nichts mehr, nur noch mich,
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, hoffentlich gibt's dich immer.
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, nun ist's genug gepriesen.
Den Kopf jetzt klar, es werde Licht, genug gewurstelt, oder nicht?
Oh Curry-Wurst, oh Curry-Wurst, nun ist's genug gepriesen.
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...!Copyright 1994 Wilhelm Meyerhoff
Mir fliegt der Draht gleich aus der Mütze.
Ich laufe Schlittschuh auf der Pfütze.
Im Kopfstand fahr' ich Autoscooter.
Im Rathausflur, da wacht ein Puter.
Auf dem Parkplatz weiden Kühe,
Sie fressen alles ohne Mühe.
Die eine kaut ein Auto wieder,
die nächste kniet am Auspuff nieder.
Und denkt, was ist denn das für'n Loch,
bei mir es doch noch nie so roch?
Die Dritte reibt am Ausfahrtstor
beständig mit dem linken Ohr.
Das Rechte ist schon abgeschabt,
die Wunde ist noch nicht vernarbt.
Im Tiefflug kommt der Bauer an,
was er erst seit kurzem kann.
Er schimpft gar laut mit seinen Kühen,
bis das ihm beide Ohren glühen.
Die Milch, die selten kommt, ist fahl,
denn meistens produzier'n sie Stahl.
Der läßt sich kaum zu Joghurt machen,
das ist doch wirklich nur zum Lachen.
So lauf ich jetzt zum Rathaus weiter,
und werde dort der Putenreiter.
Beim Kirmes kriegt auch der 'ne Wurst
und ich ein Bier für meinen Durst.
Kommt dies Gedicht nun zu 'nem Ende,
verschwinde ich gleich durch die Wände.
Ich werd' der Geist im Autoscooter,
der da fährt mit seinem Puter.Ende der Durchsage.
WumpCopyright 1997 Wilhelm Meyerhoff
Das Hemd, das spannt,
die Knöpfe fliegen,
ich schaue hinterher gebannt,
so schnell kann ich sie nicht einkriegen.Der Grund, der dieses Übel schafft,
heißt Airbag, früher Rettungsring.
Vom Bauch das schöne Hemd aufklafft,
so steht er vor, das blöde Ding.Die Kilos steigen Pfund um Pfund,
die Hosen kommen nicht mehr nach.
Den Hintern raus, die Wampe rund;
flottes Gehen? Nur gemach!Wie gut, daß Stühle existieren,
bequem kann man auf ihnen sitzen.
Mit dem Auto kann man noch brillieren,
das ermöglicht noch das Flitzen.Genießen geht auch regungslos,
schlimm ist das mit den Lustgedanken.
Kottelett, Frikadelle, Kloß,
darum Gedanken sich rumranken.Die Kilos weg, den Blutdruck runter,
das weiß man ja auch ohne Doktor,
dadurch wird man wieder munter,
doch im Gehirn ist oft ein Block vor.Hat man´s dennoch mal geschafft,
läuft man flotten Schrittes rum.
Die Muskeln wirken voller Kraft.
Ach, wie war man vorher dumm!Sei auf der Hut, denk an die Feste,
die regelmäßig Pfunde machen.
Tu Deinem Körper nur das Beste,
So hast Du weiterhin gut lachen!
Der LeuchtturmCopyright 1997 Wilhelm Meyerhoff
Ein Leuchtturm ist ein tolles Ding.
Im Prinzip ist er ein Ring,
der langgezogen ragt,
sehr hoch, oft auch betagt.Er kann aus vielen Ringen sein,
das gibt ein Rohr, das soll so sein.
Ist er aus einem Stück gemauert,
meist lange Zeit er überdauert.Doch strahlend leuchten muß das Stück!
Helle Lampen gibt´s zum Glück,
´ne ganz besonders grelle her,
die Montage ist nicht schwer.Auf die Spitze dieses Turmes
wird sie feste draufgeschraubt.
Die Spitz´ aus Eisen wegen des Wurmes,
der ist der Nahrung hier beraubt.Das Gehäuse ist aus Glas,
die Technik drunter wird nicht naß.
Die Linse, die sich langsam dreht,
mit der Zeit im Kreis vergeht.Jedem Wetter trotzt solch Gewerk,
der Mensch daneben ist ein Zwerg,
der würd´ vom Sturme weggeblasen,
nichts hielte ihn auf glattem Rasen.Leuchttürme gibt es viel Gesellen,
zum Teil umspült von hohen Wellen
oder felsenfest auf Stein.
Am Meer steh´n viel, doch auch am Rhein.Dem Schiffer sind sie sehr vertraut,
es ist ihr Licht, auf das er baut.
Ohne Schiffahrt gäb´s sie nicht,
auch Schiffahrt gäb´s nicht ohne Licht.Elektronik, Satellit
konkurrieren längst schon mit.
Doch Schiffer mittels Augen schauen;
Leuchtturmlicht, das schafft Vertrauen.
Bremen, im Juli 2000